Schweigegelübde in der Turnierszene – Richter, die auf Turnieren noch richten

Posted By Keks on 12. September 2011

Es gibt sie noch, die Turnierrichter, die ihre Bezeichnung auch ernst nehmen und sich nicht vom gesellschaftlichen Stand oder Einfluss der Reiter einschüchtern lassen.

So gesehen am Wochenende: Die benachbarte Reitanlage hat ein Springturnier über drei Tage veranstaltet. Es waren sehr schöne Pferde zu sehen und auch harmonische Reiter-Pferd-Paare, aber auch einige gräßliche Bilder: Rollkur, offene Pferdemäuler und einige Reiter, die versucht haben ihr Pferde über die Hindernisse zu prügeln.

Einer dieser Reiter war ein regional bekannter Springreiter, der mit mehreren Pferden angereist war und durchweg das gleiche unfaire Verhalten gegenüber seinen Pferden an den Tag legte. Als er im Parcour sein Pferd nach einigen Sprüngen stoppte und durch ein Handzeichen signalisierte, dass er die Runde nicht beenden würde, kommentierte der Richter dies wie folgt: “Der Reiter hat sich entschieden, den Durchlauf des Parcours abzubrechen… Sicher eine gute Entscheidung im Interesse des Pferdes!”

Danke lieber Richter, für die sehr treffenden Worte. Der Reiter hätte sicherlich wesentlich weniger diplomatische Worte verdient, aber selbst so ein Kommentar ist mutig in der Turnierszene und für mich damit anerkennendswert. Man muss leider trotzdem davon ausgehen, dass noch zu viele Zuschauer/Reiter diesen Kommentar nicht nachvollziehen konnten oder sogar nicht mal richtig verstanden haben.

Comments

One Response to “Schweigegelübde in der Turnierszene – Richter, die auf Turnieren noch richten”

  1. [...] die Turnierszene nicht unbedingt mein Ding ist, weiß ich ja schon länger. Besonders im großen Sport läuft bei vielen Reitern in der Wahrnehmung ihres “Partner [...]

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