Wer aufreitet, ist Schuld – Reitlehrersprüche

Posted By Keks on 28. August 2009

Letztens hatte ich das Vergnügen mal wieder bei ‘ner klassischen Reitstunde in ‘nem Reitverein zuzugucken und die Sprüche des Reitlehrers waren echt der Knaller. Allein beim Zuhören, fielen mir wir wieder viele Sprüche meiner damaligen Reitlehrer aus den Reitschulen ein (ein paar hab ich auch mal nur von anderen gehört) und die muss ich jetzt unbedingt mal niederschreiben (natürlich nur die Jugendfreien). Ganz im Sinne von “Ihr habt für die Reitstunde bezahlt, also wollt ihr beschimpft werden”:

Wenn das Pferd mal nicht weiter wollte: Und nu’? Musste noch ‘ne Mark einwerfen?

Die wichtige Fußstellung wurde nicht eingehalten: Wollt ihr Primaballerinas oder Reiter werden? Fußspitzen nach vorn und nicht nach außen!

Wenn man die Arme beim Springen mal nicht so am Körper gelassen hat: Ellenbogen rann! Man, das Pferd soll springen und du nicht mit den Flügeln schlagen!

Man neigt ja gern mal dazu nach unten und nicht nach vorn zu gucken: Wieso guckst du die ganze Zeit dein Pferd an! Es wird nicht seine Farbe wechseln!

Ja, ja, der Daumen soll nach oben zeigen: Zügelfäuste aufrecht stellen, ihr schiebt doch keinen Kinderwagen!

Manchmal war’s aber auch schwer, das Pferd vom Trab in’ Galopp zu kriegen: Was’n los? Gangschaltung im Arsch?

(So, das ist jetzt geklaut, aber so’n tolles Bild): Püppi, deinem Pferd fehlt noch ein wenig das Elfenhafte im Galopp, um nicht zu sagen, sie fällt wie eine Kuh um die Ecke… :-)

Wenn das Pferd mal wieder den äußeren Schenkel ignoriert und nach außen ausbricht: Sind wir jetzt auf hoher See? Haste plötzlich Seitenwind?

Man soll ja sein Pferd auf die Hilfen vorbereiten: Es heißt ‘dem Pferd eine Hilfe geben’ und nicht ‘beim Pferd einen Herzinfakt auslösen’.

‘Zügel nachfassen’ ist ja ein gängiges Kommando: So, jetzt werden die Fahrleinen erstmal fünf Kilometer kürzer genommen.

Das Runterfallen war ja bei Reitlehrern eh nicht gern gesehen: Verdammt, unerlaubtes Verlassen des Sportgeräts!

Beim Reiten soll man ja auf ’s Biegen und Stellen achten: Du meine Güte, ihr sollt die Pferde biegen und nicht brechen!

Und auch mal tatsächlich kritisch, wenn Leute ihren Pferden wirklich geschadet haben:

Eine Kandare in den falschen Händen: Ah, haste wieder Servolenkung drauf…Praktisch!

Bei “Ausdrucksstarker Hilfegebung”: Gerte rauf und Sporen rein, du wirst sehn’, da läuft das Schwein. + Ordentlicher Ruck im Maul, schon steht der Gaul.

Wenn die Sporen so richtig schön in den Pferdekörper gebohrt werden: Noch ein kleines bißchen… die ersten Haferkörner fallen schon raus.

Ach ja, Reitlehrersprüche sind schon sehr unterhaltsam…

Und das absolut klassischste Kommando: Lächeln! Leichttraben! Reiten soll Spaß machen! ;-)

Comments

One Response to “Wer aufreitet, ist Schuld – Reitlehrersprüche”

  1. [...] die Sprüche von vor 16 Jahren erinnere ich mich nicht mehr. Wer will schaut einfach mal vorbei. Hier klicken.Übersetze nach en fr < Religiöse Züge?Ihre Bewertung dieses [...]

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