Stark wie ein Tiguan – Pferdeanhänger und Auto für den Notfall

Posted By Keks on 29. November 2011

Ich finde die Haltung meines Pferdes nahezu ideal: Offenstallhaltung mit Unterstand, überdachten Heuraufen und beheizten Tränken in einer relativ beständigen Herde und im Sommer Weidegang. Dazu kommen noch viele Dinge, die ich für mich als Reiter sehr angenehm bei uns finde. Allerdings gibt es eine Sache bei uns auf dem Hof, die ich immer mit leichten Bauchschmerzen im Hinterkopf habe. Und das ist die, dass wir keinen eigenen Pferdeanhänger haben. Bauchschmerzen habe ich deswegen, weil man im Notfall, z.B. einer Kolik, erst einen Anhänger organisieren muss. Und da Koliken und andere Katastrophen gern am Wochenende oder Abends auftreten, kann die Organisation schonmal schwierig werden oder schlichtweg zu lang dauern. Wir haben zwar einen zuverlässigen Anhängerverleiher, der uns auch direkt von A nach B fährt, aber der ist auch einige Kilometer entfernt und im ungünstigen Fall vielleicht nicht zu erreichen.

Deshalb freut es mich sehr, dass eine Einstellerin grad ihren Hängerführerschein macht. Und wenn man schonmal so eine Qualifikation hat, muss man ja auch üben, um die Routine zu behalten ;-) . Das heißt ein passender Wagen wird bereits gesucht, der die entsprechende Last von Hänger und Pferd ziehen kann. Aktueller Favorit: der VW Tiguan mit Anhängerkupplung (logisch, ohne bringt’s ja nichts). Mir als Fahrradfahrer liegt ja nicht ganz so viel an Autos, aber der ist schon toll. Und als Pferdebesitzer hat man ja so viel Zeugs, dass auch mal ohne Hänger verstaut werden will. Fehlt nur noch der Anhänger. Wir überlegen, ob wir alle zusammenlegen oder uns einen geleasten hinstellen. Ansonsten gibt es in der Nachbarschaft einige Pferdeanhänger, die man sich zur Not leihen könnte. Denn das passende Auto haben wir ja dann zumindest (auch gleich für den nächsten Arbeitseinsatz, wenn wieder Sand mit einem kleineren Anhänger durch die Gegend gefahren werden will – ein riesen Spaß :-P . Naja, irgendwoher müssen die Muskeln ja kommen und wenn misten nicht reicht, schüppt man halt Sand).

Frechdachs – braves Pferd, aber nicht bei jedem

Posted By Keks on 19. November 2011

Habe ich schon erwähnt, das ich das tollste Pferd auf der ganzen weiten Welt habe?! :-)

Es gab noch keinen Tag an dem ich es bereut habe, sie gekauft zu haben. Das liegt unter anderem daran, dass Virginia unglaublich brav ist. Also nicht brav im Sinne von langweilig (das nun gar nicht, dafür ist sie viel zu aufmerksam), sondern im Sinne von “gut hören”. Die einzigen Male, wenn sie Quatsch macht, sind, wenn ich unaufmerksam bin oder sie mal mit Absicht Quatsch machen lasse. Wenn ich ihr etwas verbiete, reicht meist eine Handbewegung oder ein Kommando und sie lässt es sein (das dann aber mit einem Blick, der zeitgleich sagt “Ich hab nix gemacht! & Warum darf ich denn nicht?” – und das ist kein Einbildung).

Amüsant finde ich aber, dass sie offensichtlich bei dem ein oder anderen nochmal antestet, wie weit sie gehen darf. Einer Einstellerin aus unserem Stall ist sie jetzt schon mehrfach von der Koppel entwischt. Ich kann mir das nicht erklären, weil sie bei mir nie anstalten macht einfach zu gehen. Naja, ich lasse den beiden einfach dieses Spiel. Das müssen die “unter sich” klären, denn ich kann ja schlecht ein Verhalten aberziehen, was sie bei mir nicht zeigt. Die besagte Einstellerin weiß in welchem Rahmen sie meinem Pferd die Grenzen aufzeigen darf. Das muss sie dann eben auch machen.

Zubehör für’s Wanderreiten – Ortlieb Pferdepacktaschen

Posted By Keks on 28. Oktober 2011

So, nun wieder ein Artikel zum Equipement vom Wanderritt. Lesen Sie heute: die Pferdepacktaschen von Ortlieb.

Ich hab mich ewig mit dem Thema beschäftigt, welche Satteltaschen ich für den Ritt verwenden sollte. Auf der Hippo hatte ich mir schon letztes Jahr einfache 10-Euro-Packtaschen zugelegt. Aber eigentlich mehr als Motivation, das Projekt “Wanderritt” endlich in die Vorbereitungsphase gehen zu lassen. Noch viel Recherche habe ich mich dann für die Packtaschen von Ortlieb entschieden.

Ortlieb Pferdepacktaschen

Ortlieb Pferdepacktaschen

Warum? Ihnen wurden viele gute Eigenschaften und Funktionen nachgesagt, die sie alle gehalten haben:

- absolut wasserdicht
- viele stufenlose Verschnallmöglichkeiten
- schnell abnehmbar
- viel Stauraum (zusammen 30l)
- Reflektoren an den Seiten
- Schutz vor Scheuerstellen durch verstärkte Rückwand
- Bauchgurt, damit die Packtaschen bei schnelleren Gangarten nicht verrutschen

Ich bin wirklich begeistert von den Taschen. Sie haben eine tolle Größe, nicht zu groß (sie lagen nur auf der Schabracke, nie direkt am Pferd und werden auch von Kleinpferden abgedeckt) und nicht zu klein (ich hab tatsächlich alles Notwendige reinbekommen, und noch etwas mehr). Das Verschnallen war nach einem Probeversuch sehr einfach. Ich hatte mir an meinen Wintec-Sattel von unserem Sattler noch extra Ringe anbringen lassen. So konnten die Satteltaschen problemlos befestigt werden und das Gewicht lag nicht direkt auf Virginias Wirbelsäule, sondern wurde über den Sattel verteilt (es ist aber wohl auch möglich, die Taschen ohne Ringe am Sattel/Pferd festzumachen). Durch verschiedene Schnallen saßen sie bombenfest und Virginia hat sich nie an ihnen gestört. Worauf man natürlich achten muss, ist, dass sie gleichmäßig bepackt werden. Am besten mit einer Waage überprüfen. Man verschätzt sich leider leicht und dann hängen sie schief (was dazu führt, dass das Pferd ungleichmäßig läuft und belastet wird).

Fazit nach dem Ritt: Sie sehen aus wie neu und ich kann sie uneingeschränkt empfehlen.

Aber, vergleicht auf jeden Fall die Preise. Zwischen 100 und 180 Euro habe ich schon alles gesehen. Bei Kraemer waren sie mit am teuersten. Hin und wieder gibt es Schnäppchen von den Anbietern bei Amazon.. Da hatte ich sie letztendlich her.

PS: Die Taschen werden nicht mehr in Schwarz hergestellt. Ihr braucht gar nicht suchen, außer ihr findet sie noch irgendwo gebraucht.

No risk, no fun – Reiten ist gefährlich

Posted By Keks on 20. Oktober 2011

Der Grund, warum ich so spät mit dem Reiten angefangen habe, war, dass meine Eltern diesen Sport immer als zu gefährlich eingestuft haben. Ich musste jahrelang betteln, bis sie mir und meiner Schwester endlich erlaubt haben, in den Reiturlaub zu fahren. Mit 12 Jahren war ich da quasi ein Späteinsteiger. Dass ich nun mit meinem eigenen Pferd durch die Gegend gurke, haben sie sich damals bestimmt nicht vorgestellt, aber mittlerweile dürften sie an den Gedanken gewöhnt sein und ruhiger schlafen ;-) .

So ganz unrecht hatten sie allerdings nicht. Reiten birgt immer ein Risiko. Denn man hat es in dem Sport nun mal mit einem Tier zu tun. Und das ist nicht nur 400-700 Kg schwer, sondern wird immer auch unberechenbar sein, so gut man es auch zu kennen glaubt. Keine Ahnung, wie oft ich schon runtergefallen bin. Es tat mal mehr und mal weniger weh und bis auf ein paar Schrammen und Prellungen ist auch nie etwas Schlimmeres passiert. Und Virginia hat mich zum Glück auch erst einmal abgesetzt.

So richtig bewusst wurde mir das Risiko erst letztens wieder, als eine Freundin von ihrem Pferd gefallen ist. Mit dem Kopf zuerst auf dem Boden. Auf Beton. Trotz Kappe, blieb der Sturz nicht ohne Folgen. In den ersten Minuten war sie noch ganz klar und ansprechbar, aber dann setzte der Gedächtnisverlust ein. Alle 2 Minuten. Kein Scherz, wie in diesem Hollywood-Film “50 erste Dates“. Alle 2 Minuten hat sie die gleichen Fragen gestellt und war immer wieder auf’s neue erstaunt/geschockt über das was “angeblich” passiert war. Am Ende gab’s einen Zettel mit allen Antworten drauf, die sie sich dann immer durchlesen durfte. Wie gesagt, kein Witz. An den kompletten Tag kann sie sich bis heut nicht errinnern.

In dem Zusammenhang haben wir seitdem nicht nur darüber gesprochen, wie lebensrettend so ein Kappe wirklich ist, sondern auch darüber, was passieren würde, wenn wir bei sowas doch mal hops gehen. Die meisten von uns haben noch keine Kinder, deswegen galten die Gedanken unseren nächst näheren Schutzbefohlenen: unseren Pferden. Was soll aus den Tieren werden, wenn ihre Besitzer das zeitliche vor ihnen gesegnet haben. Ich bin ja jetzt schon extrem kritisch, was den Umgang anderer Leute mit meinem Pferd betrifft (deshlab gibt’s auch keine Reitbeteiligung). Fest steht, dass ich Virginia meiner Schwester überlassen würde. Im vollsten Vertrauen, aber auch mit dem Wissen, dass so ein Pferd enorm teuer ist. Und die Last, würde ich ihr (neben der zeitlichen) nicht aufbürden wollen. Deshalb hab ich ernsthaft schon über eine Risikolebensversicherung nachgedacht. Klingt im ersten Moment albern. Aber ich kann den Gedanken nicht ertragen, dass Virginia an irgendwelche Fremde verkauft werden müsste oder dass meine Schwester soviel Geld für ein Pferd aufbringen müsste, für das sie sich nie entschieden hat. Und mal ehrlich, welcher Pferdebesitzer kann nebenbei noch soviel sparen, dass es für die laufenden Kosten über Jahre hinweg reichen würde. Wir sind doch alle chronisch blank (aber glücklich ;-) ). Ich ziehe so eine Versicherung tatsächlich in Betracht. Muss mich aber erst noch richtig informieren. Aktuell laufen sowieso mehr Versicherung für’s Pferd als für mich, warum also nicht noch eine dazu. Und solang keine eigenen Kinder um mich rum schwirren, kann das Geld ruhig alles für’s Pony draufgehen :-P .

Jährlich grüßt das Murmeltier – Hippologica Berlin 2011

Posted By Keks on 17. Oktober 2011

Ich schreibe schonwieder einen Artikel über die Hippologica Berlin. Das kann nur bedeuten, dass es in den Supermärkten bereits Lebkuchen zu kaufen gibt und die Tage schon viiiieeel kürzer geworden sind.

Hier also ein Reminder für mich und alle Kaufwütigen ;-) . Die Hippo findet vom 8. bis 11. Dezember 2011 wie gewohnt auf dem Messegelände Berlin statt. Ich hab mir auch schon einiges auf meinen Wunschzettel geschrieben, der aber erfahrungsgemäß noch erweitert wird:

- 1 Paar Langzügel – für die Bodenarbeit am langen Zügel (die ich diesen Winter beginnen will)

- ein Stirnband – für Virginias Trense (sie ist doch ein Mädchen, da kann’s ruhig mal funkeln ;-) )

- einen Halsring – nächstes Jahr möchte ich damit beginnen, sie ohne Trense zu reiten

- Kräuter und Mineralien – dann spar’ ich gleich Porto, weil ich in dem Zeitraum sowieso neue Kräuter brauch und mein Händler hoffentlich da ist

- eine Peitsche – denn wir haben auf unserem Hof nur eine Gemeinschaftspeitsche und wenn die mal futsch ist, müssten wir sehr teuer eine neue im Reitladen besorgen

- Salzlecksteine – immer super billig auf der Hippo und sie hindern einen durch ihr Gewicht außerdem daran, zu viel andere Sachen einzupacken ;-)

Und falls sie sich bis zur Hippologica nicht mehr anfinden auch noch eine neue Kopfbürste und eine Schabracke.

TBC