Resumee Hippologica

Posted By Keks on 15. Dezember 2011

Letzte Woche war es endlich soweit: die Hippo stand vor der Tür und obwohl ich wirklich nur auf Schnäppchen reagieren wollte, ist es dann doch etwas mehr geworden. Überraschung :-P !

Meine Ausbeute (stand fast alles auf meiner Liste):
- Peitsche (unglaublich leicht, weil aus Carbon)
- Zügel
- Schabracke (Passier Pad)
- Mineralien (von Höveler)
- Halsring
- Stirnband (sooo schön, beim dritten Mal konnte ich nicht mehr dran vorbeigehen)
- Kopfbürste
- Führstrick
- Winterstiefel (absolutes Schnäppchen :-) )

Nun ist mir in den Tagen vor der Hippo aber doch noch einiges eingefallen, was ich dort leider nicht bekommen habe:
- weiche Trense
- Winterdecke (als Schnäppchen, weil ich eine neue Rhino haben will)

-> Aber macht ja nix, im Januar ist die “Partner Pferd” in Leipzig. Da werde ich nochmal einen Abstecher hinmachen und hoffentlich eine richtige Messeathmosphäre haben. Die Hippo ist einfach zu klein, so dass sich die meisten Hersteller mit Messeneuheiten und Co gar nicht erst nach Berlin bemühen.

Ringel-Ringel-Reihe – Rangordnung bei Pferden, nur eben ohne Rang

Posted By Keks on 5. Dezember 2011

Vonwegen alles Instinkte und natürliches Herdenverhalten bei Pferden. Nichts haben sie verstanden, unsere Ponys. Dabei ist es doch gar nicht so kompliziert: Es gibt einen Chef in der Herde und danach ordnen sich alle absteigend unter. Das heißt, das Pferd, das eine Sprosse höher steht, darf die darunterliegenden wegschicken (zum Beispiel vom Futter, vom Wasser oder einfach von dem Fleck, auf denen sie grade stehen). Dieses Recht wird vom sozialen Tier Pferd nicht ununterbrochen eingefordert, z.B. wenn das ranghöhere Pferd zur Fellpflege “einlädt”, muss das rangniedrigere natürlich nicht weichen. Aber wenn das ranghöhere Pferd es so will, müssen alle unter ihm aus dem Weg, ansonsten hagelt es Tritte und Bisse, da ist man nicht zimperlich. So die graue Theorie, die für Ordnung im Herdenleben sorgt.

Doch unsere lieben Ponys sind sich offensichtlich ihres Arbeitsauftrags bewusst, dass sie uns nicht nur durch die Gegend tragen sollen, sondern auch ein wenig Entertainement für die Zweibeiner enthalten sein muss…

…Wunderbar umgesetzt von der kleinen Dreier-Herde, zu der Virginia grade gehört: Da sieht die sogenannte Rangordnung etwas anderers aus. Ginger war die frühere Herdenchefin und wird nun von dem Neuen – Moppel vertrieben. Alles klar, Ginger hat also offensichtlich Platz 1 verloren und trollt sich. Aber immerhin hat sie ja noch Virginia unter sich und schickt die wiederum weg. Im Prinzip wär der Fall damit auch erledigt und drei Pferde finden an einer Heurraufe mit vier Seiten auch bei dieser Konstellation gut Platz. Sollte man meinen. Doch vorgestern konnte ich folgendes beobachten: Moppel schickt Ginger weg, Ginger schickt Virginia weg… UND Virginia schickt Moppel weg (???). Der wiederrum schickt nun Ginger erneut weg und (ihr könnt es euch denken) Ginger schickt wieder Virginia weg. Die drei Pferde drehen sich fröhlich im Kreis um die Heurraufe rum, denn keiner will sich zu weit vom Heu entfernen. Und ich (als treusorgende Besitzerin) sitze mit einem Lachanfall am Koppelzaun :-) .

Das geht nun schon einige Tage so und Klärung ist nicht in Sicht. Ab und an, tritt mal einer der drei genervt aus der Reihe aus. Aber da es ja ums heilige Fressen geht, wird der Ringel-Reihe-Tanz zu jeder Fütterungszeit weitergeführt. Sie bleiben zwar mittlerweile (à la “Waffenstillstand”) zum Fressen jeder an seiner Seite stehen, aber am Prinzip ihrer “Rang”ordnung hat sich nichts getan.

Wenn jemand eine Erklärung dafür hat, immer her damit. Bis dahin kicher ich weiter vor mich hin.

Stark wie ein Tiguan – Pferdeanhänger und Auto für den Notfall

Posted By Keks on 29. November 2011

Ich finde die Haltung meines Pferdes nahezu ideal: Offenstallhaltung mit Unterstand, überdachten Heuraufen und beheizten Tränken in einer relativ beständigen Herde und im Sommer Weidegang. Dazu kommen noch viele Dinge, die ich für mich als Reiter sehr angenehm bei uns finde. Allerdings gibt es eine Sache bei uns auf dem Hof, die ich immer mit leichten Bauchschmerzen im Hinterkopf habe. Und das ist die, dass wir keinen eigenen Pferdeanhänger haben. Bauchschmerzen habe ich deswegen, weil man im Notfall, z.B. einer Kolik, erst einen Anhänger organisieren muss. Und da Koliken und andere Katastrophen gern am Wochenende oder Abends auftreten, kann die Organisation schonmal schwierig werden oder schlichtweg zu lang dauern. Wir haben zwar einen zuverlässigen Anhängerverleiher, der uns auch direkt von A nach B fährt, aber der ist auch einige Kilometer entfernt und im ungünstigen Fall vielleicht nicht zu erreichen.

Deshalb freut es mich sehr, dass eine Einstellerin grad ihren Hängerführerschein macht. Und wenn man schonmal so eine Qualifikation hat, muss man ja auch üben, um die Routine zu behalten ;-) . Das heißt ein passender Wagen wird bereits gesucht, der die entsprechende Last von Hänger und Pferd ziehen kann. Aktueller Favorit: der VW Tiguan mit Anhängerkupplung (logisch, ohne bringt’s ja nichts). Mir als Fahrradfahrer liegt ja nicht ganz so viel an Autos, aber der ist schon toll. Und als Pferdebesitzer hat man ja so viel Zeugs, dass auch mal ohne Hänger verstaut werden will. Fehlt nur noch der Anhänger. Wir überlegen, ob wir alle zusammenlegen oder uns einen geleasten hinstellen. Ansonsten gibt es in der Nachbarschaft einige Pferdeanhänger, die man sich zur Not leihen könnte. Denn das passende Auto haben wir ja dann zumindest (auch gleich für den nächsten Arbeitseinsatz, wenn wieder Sand mit einem kleineren Anhänger durch die Gegend gefahren werden will – ein riesen Spaß :-P . Naja, irgendwoher müssen die Muskeln ja kommen und wenn misten nicht reicht, schüppt man halt Sand).

Frechdachs – braves Pferd, aber nicht bei jedem

Posted By Keks on 19. November 2011

Habe ich schon erwähnt, das ich das tollste Pferd auf der ganzen weiten Welt habe?! :-)

Es gab noch keinen Tag an dem ich es bereut habe, sie gekauft zu haben. Das liegt unter anderem daran, dass Virginia unglaublich brav ist. Also nicht brav im Sinne von langweilig (das nun gar nicht, dafür ist sie viel zu aufmerksam), sondern im Sinne von “gut hören”. Die einzigen Male, wenn sie Quatsch macht, sind, wenn ich unaufmerksam bin oder sie mal mit Absicht Quatsch machen lasse. Wenn ich ihr etwas verbiete, reicht meist eine Handbewegung oder ein Kommando und sie lässt es sein (das dann aber mit einem Blick, der zeitgleich sagt “Ich hab nix gemacht! & Warum darf ich denn nicht?” – und das ist kein Einbildung).

Amüsant finde ich aber, dass sie offensichtlich bei dem ein oder anderen nochmal antestet, wie weit sie gehen darf. Einer Einstellerin aus unserem Stall ist sie jetzt schon mehrfach von der Koppel entwischt. Ich kann mir das nicht erklären, weil sie bei mir nie anstalten macht einfach zu gehen. Naja, ich lasse den beiden einfach dieses Spiel. Das müssen die “unter sich” klären, denn ich kann ja schlecht ein Verhalten aberziehen, was sie bei mir nicht zeigt. Die besagte Einstellerin weiß in welchem Rahmen sie meinem Pferd die Grenzen aufzeigen darf. Das muss sie dann eben auch machen.

Zubehör für’s Wanderreiten – Ortlieb Pferdepacktaschen

Posted By Keks on 28. Oktober 2011

So, nun wieder ein Artikel zum Equipement vom Wanderritt. Lesen Sie heute: die Pferdepacktaschen von Ortlieb.

Ich hab mich ewig mit dem Thema beschäftigt, welche Satteltaschen ich für den Ritt verwenden sollte. Auf der Hippo hatte ich mir schon letztes Jahr einfache 10-Euro-Packtaschen zugelegt. Aber eigentlich mehr als Motivation, das Projekt “Wanderritt” endlich in die Vorbereitungsphase gehen zu lassen. Noch viel Recherche habe ich mich dann für die Packtaschen von Ortlieb entschieden.

Ortlieb Pferdepacktaschen

Ortlieb Pferdepacktaschen

Warum? Ihnen wurden viele gute Eigenschaften und Funktionen nachgesagt, die sie alle gehalten haben:

- absolut wasserdicht
- viele stufenlose Verschnallmöglichkeiten
- schnell abnehmbar
- viel Stauraum (zusammen 30l)
- Reflektoren an den Seiten
- Schutz vor Scheuerstellen durch verstärkte Rückwand
- Bauchgurt, damit die Packtaschen bei schnelleren Gangarten nicht verrutschen

Ich bin wirklich begeistert von den Taschen. Sie haben eine tolle Größe, nicht zu groß (sie lagen nur auf der Schabracke, nie direkt am Pferd und werden auch von Kleinpferden abgedeckt) und nicht zu klein (ich hab tatsächlich alles Notwendige reinbekommen, und noch etwas mehr). Das Verschnallen war nach einem Probeversuch sehr einfach. Ich hatte mir an meinen Wintec-Sattel von unserem Sattler noch extra Ringe anbringen lassen. So konnten die Satteltaschen problemlos befestigt werden und das Gewicht lag nicht direkt auf Virginias Wirbelsäule, sondern wurde über den Sattel verteilt (es ist aber wohl auch möglich, die Taschen ohne Ringe am Sattel/Pferd festzumachen). Durch verschiedene Schnallen saßen sie bombenfest und Virginia hat sich nie an ihnen gestört. Worauf man natürlich achten muss, ist, dass sie gleichmäßig bepackt werden. Am besten mit einer Waage überprüfen. Man verschätzt sich leider leicht und dann hängen sie schief (was dazu führt, dass das Pferd ungleichmäßig läuft und belastet wird).

Fazit nach dem Ritt: Sie sehen aus wie neu und ich kann sie uneingeschränkt empfehlen.

Aber, vergleicht auf jeden Fall die Preise. Zwischen 100 und 180 Euro habe ich schon alles gesehen. Bei Kraemer waren sie mit am teuersten. Hin und wieder gibt es Schnäppchen von den Anbietern bei Amazon.. Da hatte ich sie letztendlich her.

PS: Die Taschen werden nicht mehr in Schwarz hergestellt. Ihr braucht gar nicht suchen, außer ihr findet sie noch irgendwo gebraucht.