Gleiches Spiel, anderer Ort – mit dem Pferd im Gelände arbeiten

Posted By Keks on 10. November 2009

Ich liebe Bummel-Ausritte. Einfach am langen Zügel durch die Wälder  trotten oder Felder hochgaloppieren und dabei mit den Mitreitern quasseln oder einfach nur entspannen… Das ist schon eine schöne Alternative zur anstrengenden Platzarbeit.

Aber in der Anfangszeit mit dem Pony war das nicht möglich, wenn wir allein unterwegs waren. Das Pony hibbelte oft rum, wollte entgegenkommenden Pferden hinterher und drehte im Trab und Galopp sehr auf. Nervig! Und alles andere als gut für’s Relaxen. Ich habe mir also in dieser Zeit angewöhnt, mit dem Pony auch im Gelände zu arbeiten. Dadurch war er nicht so leicht von der Umgebung abgelenkt, weil er sich ja auf mich konzentrieren musste und eine Aufgabe hatte.

Die Lektionen gleichen, bei der Arbeit im Gelände, denen der leichten Platzarbeit:

-Ich reite viele Übergänge (auch wenn die langen Wege dazu einladen, nur in einer Gangart zu bleiben).

- Auf breiten Wegen baue ich Schenkelweichen und Schulterherein mit ein.

- Äste am Boden nutze ich als “Trabstangen”.

- An Weggabelungen kann man dann noch Vor- oder Hinterhandwendungen einbauen.

- Ich achte auch sehr drauf, öfter die Hand zu wechseln und auch mal in Konterstellung zu reiten.

Mittlerweile kann ich mit dem Pony auch am langen Zügel ins Gelände gehen. Doch auch wenn ich die entspannten Ausritte genieße, arbeite ich hin und wieder trotzdem noch bewusst im Gelände. Das fördert sehr die Konzentration und ich kann so auch etwas Abwechslung schaffen und nebenbei weiter bestimmte Lektionen festigen. Außerdem soll das Pony ja nicht denken, es wird jedesmal nur durch die Gegend geschlurft, wenn ich den Weg ins Gelände einschlage. Grade im Winter werden wir die Platzarbeit sicher öfter auf die Felder und Waldwege verlegen müssen, wenn der Boden vom Platz vereist ist.

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