Drehwurm – Longieren innerhalb des Longierzirkels
Posted By Keks on 23. August 2009
Wenn ich früher longiert habe, sah dass so aus, dass meine damalige Stute (RB) in einem großen eiförmigen Kreis um mich herum lief und ich innerhalb dieses Kreises auf einer kleineren, ähnlich eiförmigen Bahn neben/hinter ihr her. Denn irgendwie musste ich ja dafür sorgen, dass sie in Bewegung blieb und das gelang damals am besten, wenn ich mit Longierpeitsche bewaffnet und zügigem Laufschritt quasi nebenher lief. Nach 30 Minuten war ich manchmal erschöpfter als die Stute und die Stute trotz allem nicht wirklich locker (was ja eigentlich das Ziel war).
Dann hatte ich mal einen interessanten Artikel gelesen, der sich damit beschäftigte, in wievielen Situationen Pferde die Kontrolle übernehmen, ohne dass man das als Reiter überhaupt mitkriegt. Das fängt schon mit dem minimalen Langsamer-werden an und geht eben beim Longieren weiter, wenn das Pferd einen durch den Zirkel “mitbewegt”. Der Tipp im Artikel für’s Longieren war, dass man sich einen Hulahup-Reifen in die Zirkelmitte legt und diesen nicht verlässt.
Den Tipp hab ich mal gleich ausprobiert. Das mit dem Reifen fand ich aber umständlich und hab deshalb nur einen Kreis (mit einem Durchmesser von einem Meter – nicht viel mehr!) mit der Fußspitze in den Sand gezeichnet. Und was soll ich sagen… es klappt echt gut! Wenn man das Pferd dann noch nach klassischer Art mit Longe und Peitsche einrahmt (von oben gesehen ergibt sich daraus ein Dreieck, was durchweg erhalten bleiben sollte), gibt man dem Pferd genug Kontinuität, damit es sich auf die tatsächlich wichtigen Kommandos konzentrieren kann. Solang nicht mal die (genaue) Richtung feststand, hat die Stute sich halt selbst den Weg gesucht, bis ich sie dann doch mal begrenzt hatte (aber ebend erst nach Metern! und nicht nach Zentimetern - das macht auch für Pferde einen riesen Unterschied und dann wurde halt auch an anderer Stelle beim Longieren getestet – anstregend!). Nachdem der Rahmen die Rahmenbedingungen also feststanden, konnte wir uns auf die eigentliche Longenarbeit konzentrieren…
[...] beim Longieren geht es nicht nur darum, dem Pferd klare Signale durch die Körpersprache zu geben, sondern auch [...]
[...] sicherer Stimme (nicht keifen oder brüllen), einer selbstbewussten Körperhaltung und festen Position im Longierzirkel und klaren Stimmenkommandos (NEIN! RAUS! RUHIG! SCHRITT! TRAB! GALOPP! HALT! SCHÖN! – mehr [...]