Lösungsphase – das Lösen des Pferdes vor der Arbeit

Posted By Keks on 26. August 2009

Das Pony ist nicht das geborene Dressurtalent, aber das ist ok, denn dazu zähle ich mich auch nicht. Bei der Platzarbeit stehen wir nur häufig vor dem Problem, dass das Pony zu Beginn der Arbeit eher verspannt bzw. eben noch nicht locker im Rücken und Hals ist (da fällt mir ein, ich werd mal eine Kategorie zum Thema “Reiterjargon” aufmachen). Mit einem nicht gelösten Pferd zu arbeiten ist quasi nicht möglich. Denn ein verspanntes Pferd, kann sich nicht so gut auf die feinen Reiterhilfen konzentrieren und baut zudem noch falschen Muskeln auf. Außerdem kommt der Reiter nicht richtig zum Sitzen, weil die verspannten Bewegung des Pferdes ihn eher im Sattel werfen… Dadurch sind die Hilfen wieder nicht korrekt und kommen beim Pferd nicht richtig an… usw… wiedermal ein Teufelskreis. Deshalb muss es höchste Priorität haben, dass man das Pferd ordentlich löst und nicht gleicht die schwierigen Lektionen verlangt (die ja sowieso nicht ungelöst korrekt ausgeführt werden können :-P )

Lösungsphase auch mal aufs Feld verlagern

Lösungsphase auch mal aufs Feld verlagern

Meistens hatte ich die Lösungsphase so gestaltet, dass ich das Pony die erste halbe Stunde fleißig in allen Gangarten vorwärts geritten bin. Nach den ersten Galopprunden fing er dann auch langsam an sich vorwärts-abwärts zu dehnen und den Rücken herzugeben (wird auch gleich in “Reiterjargon” aufgenommen :-) ). Das ist eine ziemlich lange Zeit, wenn man bedenkt, dass man dann erst mit der eigentlichen Arbeit beginnen kann.

Dank einer Bekannten gehe ich die Lösungsphase jetzt anders an: Die Konzentration legen wir jetzt nicht mehr auf das energische Vorwärtsreiten, sondern auf die verbesserte Reaktion auf den inneren Schenkel und den äußeren Zügel. Das dieses Zusammenspiel wichtig ist, merke ich beim Pony immer wieder. Lektionen, die die korrekte Reaktion darauf am besten testen, gibt es ja einige… aber wir haben erstmal langsam angefangen:

Jetzt reiten wir zu Beginn der Platzarbeit vermehrt Schritt und Schritt-Trab-Übergänge und bauen Lektionen wie Schenkelweichen, Viereck vergrößern und verkleinern, Schulterherein, Vorhandwendungen etc. ein. Diese Lektionen hatte ich sonst immer erst nach der Lösungsphase verlangt, obwohl sie dem Pony das Lösen eher erleichtern. Denn dadurch, dass er sich von Anfang an Biegen muss und ein stetige Zügelverbindung da ist (schließlich bringt der innere Schenkel ohne den äußeren Zügel nischt, aber das wird ein extra Post), wird er viel schneller locker und ich komme früher dazu ihn konstant am Zügel zu reiten… naja und das ist ja das Ziel: Ein locker gerittenes Pferd, was keine Verspannung aufbaut und so gearbeitet wird, dass die richtigen Muskeln trainiert werden um lange fit zu bleiben und mich durch die Weltgeschichte zu tragen ;-) .

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