Querschläger – Der Jäger als Gefahr für Reiter und Pferd im Wald

Posted By Keks on 8. November 2010

Am Wochenende war ich fremdreitenderweise im Fläming unterwegs. Denn seit einigen Jahren helfe ich auf dem Kinderferienhof, auf dem ich reiten gelernt habe, als Reitlehrerin aus. Und wir “Aushilfsreitlehrer” treffen uns regelmäßig ohne die Kiddies auf dem Hof, um, ganz ohne die Verantwortung für einen Haufen Mini-Reiter, zusammen durch die Gegend zu reiten und abends gemütlich Glühwein zu schlürfen. Diesmal war es fast gefährlich:

Als wir grad in großer Gruppe Richtung Wald reiten, kommt uns ein Jäger im Jeep entgegen und fängt uns ziemlich wütend ab. Ob wir denn noch ganz bei Trost sein?! Im Wald ist Treibjagd! Ha! Na das ist doch mal was für den Adrenalinspiegel… lauter angetrunkene Jäger, die sich im Wald gegenseitig das Wild vor die Flinte scheuchen. So ganz lebensmüde sind wir ja auch nicht, deshalb haben wir unsere Route schnell geändert und sind in die andere Himmelsrichtung geritten.

Also: lest mal öfter in den regionalen Zeitungen nach Hinweisen für geplante Jagden (diese war nicht angekündigt) und achtet auf Warnhinweise in Form von Schildern am Waldrand (gab’s in dem Fall auch nicht, blöde Waldbesitzer). Wir werden grade jetzt im Herbst und Winter in der Dämmerungszeit zumindest nicht mehr unvorbereitet losreiten und auch die passende Kleidung tragen. Dazu gehören dann nicht nur Reflektoren, sondern auch solche kleinen roten Leuchten, die uns eindeutig als Nicht-Wildschwein ausweisen (wenn der Jäger schon ansonsten keinen Unterschied feststellen kann :-P ).

Der Ausritt war ansonsten noch sehr genial. Wir sind ewig lange Wege hochgaloppiert und bei Wind und Sonne durch Pfützen geprescht. Eine ziemliche Schlammschlacht für alle, die nicht vorn geritten sind :-) . Es war toll!

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