Man wird nicht jünger – Aufstiegshilfe

Posted By Keks on 29. November 2009

Sie kommen immer: Kommentare, wenn man nicht vom Boden auf ein Pferd aufsteigt, sondern sich einen erhöhten Punkt sucht und sich (zugegebermaßen) so etwas einfacher auf den Pferderücken schwingt.

Die Kommentare sind bei uns auf dem Hof glücklicherweise immer mit einem Augenzwinkern gemeint, denn das Aufsteigen mit einer Aufstiegshilfe hat fast nur Vorteile:

- Das Reitergewicht wirkt nicht täglich einseitig auf die Wirbelsäule des Pferdes: Wenn man sich vom Boden aus “hochzieht” (was man trotz Steigbügeln einfach tut), verzieht man die Wirbelsäule des Pferdes und kann Blockaden verursachen.

- Der Sattel wird geschont: Das Reitergweicht wirkt nicht nur auf den Pferderücken, sondern auch auf den Sattel. Dieser kann sich verziehen und sitzt dann nicht mehr optimal. Dadurch können zusätzliche Rückenprobleme entstehen.

- Das Pferd muss lernen beim Aufsteigen von der Aufstiegshilfe aus stillzustehen. Okay, das kann am Anfang recht nervig sein, aber die meisten Pferde lernen das sehr schnell, weil sie merken, dass die Belastung beim Aufsteigen geringer ist.

Grade bei großen Pferden finde ich Aufstiegshilfen notwendig, weil die Dauer der Belastung doch etwas länger ist. Als Aufstiegshilfe kann man alles nutzen: niedrige Steinmauern, kleine Trittleitern, Feldsteine, Baumstämme, Cavalettis, befestigte Getränkekisten… Da kann man einfallsreich werden… Genau wie bei den Antworten auf sämtliche Witze, die man in dem Zusammenhang über’s eigene Alter zu hören kriegt ;-)

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