ReitersCrowd – VFD Vereinigung der Freizeitreiter und -fahrer in Deutschland

Posted By Annie on 8. Januar 2015

Die VFD – Vereinigung der Freizeitreiter und -fahrer in Deutschland e.V.
- aus aktuellem Anlass, stelle ich sie mal vor :-) .

Das erste mal bin ich auf die VFD gestoßen, als ich für unseren Wanderritt zur Ostsee nach Reitwegen und Gasthöfen recherchiert hatte. Obwohl ich schon seit über 15 Jahren reite, hatte ich davor ehrlich gesagt noch nie etwas von dem Verein gehört. Für mich gab es immer nur die FN und maximal noch die EWU, die ich als Vertreter von Reitern und Pferdebesitzern wahrgenommen habe.
Da ich kein Turnierreiter bin und mich in einigen Punkten nicht mit der FN identifizieren kann (z.B. das Verharmlosen der Rollkur (->geflucht hab ich oft) oder dem m.M.n. noch zu schwachem Appell für artgerechte Pferdehaltung -> ihr wisst ja, was ich darüber denke ;-) ), habe ich nie darüber nachgedacht, ihr beizutreten.
Und im Namen der EWU (Erste Westernreiter Union) steht bereits, warum ich kein Mitglied bin – die Englische Reitweise ist einfach Meine, so charmant ich viele Westernreiter auch finde.

Zurück zur VFD: Nachdem ich sie nun kannte und mich auch von dem angesprochen fühlte, wofür sie steht und sich einsetzt (siehe unten), habe ich oft darüber nachgedacht, beizutreten. Aber es ist ja auch immer so eine Frage, ob sich der Beitritt lohnt und der Verein nicht nur etwas bietet, sondern auch etwas bewirkt. Und wie das so ist… manche Dinge macht man auch erst wenn der Schuh drückt.
Bei mir heißt das Schuh-Drück-Thema: Pferdesteuer. Nicht wegen der Angst um meinen Geldbeutel, sondern wegen der absoluten Unverhältnismäßigkeit. Die VFD setzt sich zum Beispiel bei solchen Themen ein. Unter anderem deshalb hab ich beschlossen, der VFD mal eine Chance zu geben und hab mich angemeldet.
Die Anmeldung ist grad raus und ich freue mich, auf das, was ich durch die Vereinigung erfahren werden (an Informationen und Erlebnissen) und ich hoffe, auch ein bißchen unterstützen zu können. Mal sehen, ich werde berichten, …

VFD - Vereinigung der Freizeitreiter und -fahrer in Deutschland

Und hier nun die Übersicht, wer die VFD ist und wofür sie steht:

Über die Vereinigung:
Die VFD wurde 1973 gegründet und ist laut eigener Aussage das größte Netzwerk für Freizeitreiter und -fahrer in Deutschland. Aktuell gibt es über 60.000 Mitglieder, die durch die (Bundes-)Landesverbänden organisiert sind.

Sie vertritt vor Behörden und den Gesetzgebern die Interessen der Freizeitreiter, die ansonsten nicht gehört oder übergangen werden/ worden wären (begonnen hat es zum Beispiel mit dem Verteidigen des Rechts auf Reiten in Wald und Flur).
Sie fördert die Weiterbildung von Reitern und Pferdebesitzern, um die Kenntnisse rund um Haltung, Gesundheit und pferdegerechtem Reiten zu erweitern – mit Schulungen und Fachbeiträgen von Expertern.
Außerdem organisiert sie gemeinsame Treffen, Ausritte und Veranstaltungen für Mitglieder, um den Austausch und das bilden von Netzwerken zu fördern.

Die Leitsätze der VFD (zitiert):

  • Wir akzeptieren unsere Tiere als Partner. Daraus folgen der faire Umgang, die artgerechte Haltung und die grundsätzliche Wertschätzung.
  • Gegenseitiger Respekt und gegenseitiges Vertrauen sind die Basis für den Umgang mit unseren Pferden. Auf dieser Grundlage entsteht in der Partnerschaft Freude und Sicherheit.
  • Pferde brauchen den Schutz und die Betreuung des Menschen, um in unserer Umwelt zurecht zu kommen. Dabei ist auf ihre natürlichen Bedürfnisse einzugehen. In Umgang und Arbeit mit dem Pferd ist nicht nur jeglicher Schaden abzuwenden, sondern auch die Gesunderhaltung zu fördern.
  • Als soziale Lebewesen sind Pferde zur Zusammenarbeit auch mit dem Menschen fähig. Die Kommunikation muss von Achtung geprägt sein. Der Achtung des Pferdes muss sich der Mensch würdig erweisen, er bekommt sie nicht geschenkt.
  • Lebenslange Fortbildung mit dem Ziel der Harmonie von Mensch und Pferd soll die Mitglieder der VFD prägen. Dieses ständige Bemühen um mehr Wissen und Können wird durch die VFD unterstützt.
  • Die Grundlage für Harmonie ist gegeben, wenn der Mensch
    • sich seinem Pferd verständlich machen kann
    • sein Pferd versteht,
    • dem Pferd Sicherheit gibt,
    • Überforderungen vermeidet.
  • Der Mensch hat die Verantwortung für sein Pferd, so lange es lebt, und für dessen Lebensende.

Und weil es ansonsten fehlt ;-)
Was die VFD konkret bietet (ebenfalls zitiert):

Die VFD…

… setzt sich bundesweit für freies Reiten und Fahren in der Natur ein und bietet Hilfe bei Reitverboten.

… steht für den Schutz der Natur und für pferdegerechte Haltung.

… bietet fachgerechte und umfangreiche Ausbildung für Reiter und Fahrer, unabhängig von Pferderasse oder Reitweise.

… verbindet durch Treffen, Themenabende, Ritte, Veranstaltungen rund ums Pferd und vieles mehr!

… unterstützt ihre Mitglieder durch sachkundige Ansprechpartner in allen Bundesländern.

… bietet Experten-Tipps zu vielen interessanten Themen: Pferdegesundheit, Pferdehaltung, Fütterung, Weide …

… bietet ihren Mitgliedern attraktive Vorteile und Rabatte bei ihren Kooperationspartnern.

… gibt für ihre Mitglieder die eigene Zeitschrift Pferd & Freizeit mit aktuellen Informationen heraus.

… bietet ihren Mitgliedern kostenlose Sattelcodierung gegen den Sattelklau.

… ist ein umfassendes Netzwerk und eine starke Gemeinschaft für Freizeitreiter und -fahrer.

Klingt alles erstmal gut. Ich bin gespannt zu sehen, wie die VFD ihre Satzung umsetzt.
***
Offizielle Webseite: www.vfdnet.de
Über die VFD: www.vfdnet.de/ueber

Problem gelöst – Mit dem Lammfellsattel von Christ

Posted By Annie on 30. Dezember 2014

An den Weihnachtsfeiertagen konnte ich ihn das erste mal richtigt ausprobieren: meinen neuen Lammfellsattel. Und ich bin begeistert! :-)

Ich wollte ihn schon lange haben, aus verschiedenen Gründen. Der Hauptgrund war mein Wunsch, dass ich Virginia auch mal ohne Sattel reiten kann. Denn ohne einen Sattel auf dem Pferd zu sitzen, schult unheimlich gut die eigene Balance und das Gefühl für die einzelne Bewegung des Pferdes in den verschiedenen Gangarten oder bei Lektionen. Ich finde, man spürt auch viel deutlicher, ob das Pferd den Rücken wirklich hergibt, tatsächlich untertritt und nicht irgendwelche Ausweichbewegungen unter einem macht.

Ich habe eine Miteinstellerin immer bewundert, dass sie ihr Pferd so entspannt in allen Gangarten ohne Sattel reiten kann. Ich selbst kann das leider noch nicht, da es bei mir irgendwie nie die Phase gab, wo man auf blanken Ponyrücken durch’s Gelände gesaust ist. Und deswegen ist nun eines der Vorhaben für 2015 “sattelfest ohne! Sattel” werden :-) .
Das Problem: Komplett ohne eine Unterlage setze ich mich auf Virginia maximal, wenn wir kurz zum Grasen draußen sind. Wirklich reiten würde ich sie “ohne alles” nie, dafür ist ihr Rücken einfach nicht gemacht. Ich würde quasi direkt auf ihrer Wirbelsäule sitzen und das wäre weder für sie noch für mich angenehm. Mal abgesehen davon, dass ich sie durch den Druck auf die Wirbelsäule gar nicht locker reiten könnte – und dann wäre der Sinn des Reitens wieder verfehlt.
Früher hatte ich es auch mal mit dickem Sattelpad und Longiergurt versucht, aber da saß ich durch den Longiergurt einfach viel zu weit hinten.

Ein Freund hat mich dann auf die Lammfellsättel aufmerksam gemacht, die ich ehrlich gesagt damals noch nicht kannte. Was mir besonders an ihnen gefällt, ist, dass sie nicht nur durch das Lammfell einen Puffer zwischen Pferdewirbelsäule und Reiterpo bieten, sondern auch verschieden große Einlagen haben, die man nach eigenem Befinden zum “Aufpolstern” verwendet. Für Virgi wollte ich natürlich relativ viel Polster, aber auch nicht zuviel, um den Kontakt zu behalten (geht beides ;-) ).
Wegen des Preises habe ich noch eine ganze Weile überlegt, mir dann aber tatsächlich diesen hier gegönnt.

Christ Fellsattel - Basic Plus in Größe Pony (auf meinem Pony)

Christ Fellsattel - Basic Plus in Größe Pony (auf meinem Pony)

Ich habe mich bewusst für ein recht einfaches Modell entschieden. Quasi einem besser gepolstertem Bareback-Pad aus Lammfell. Denn für mich soll der Fellsattel nur eine Alternative zum Reiten mit Sattel sein und ich möchte damit so nah wie möglich an das Gefühl kommen, auf dem blanken Pferderücken zu reiten. Es gibt aber mittlerweile wohl viele Reiter, die ihre Pferde sehr zufrieden ausschließlich mit Fellsattel reiten. Deren Modelle haben oft hinten und vorn Lammfellpauschen, für den besseren Halt. Und ohne Quatsch, es gibt sogar ein Westernmodell… Da gehts aber wohl wirklich um die Optik, denn bei Lammfell ist Pausche ja eigentlich Pausche.

Tatsächlich ist der Fellsattel aktuell aber, entgegen meines Vorhabens, grad wirklich mein kompletter Sattelersatz. Nach langem Suchen und Problemen mit unpassenden Sätteln warte ich grad auf meinen neuen Sattel (Erfahrungsbericht folgt später) und in der Zwischenzeit reite ich Virgi mit dem Fellsattel auch ähnlich wie mit einem Richtigen – also mit Steigbügeln. Zuerst hatte ich Bedenken, weil die Steigbügelaufhängung nunmal “nur” durch das Kissen abgepolstert direkt auf dem Pferderücken liegt und der Druck nicht durch einen Sattelbaum verteilt wird. Aber komischerweise scheint es Virgi nicht zu stören. Ich versuche trotzdem so wenig wie möglich Last in die Steigbügel zu geben, bin aber froh, dass ich sie im Gelände mit ranmachen kann.

Was mir direkt auffiel war, wie locker mein Pferd gelaufen ist! Der alte Sattel war leider wirklich unpassend. Und schon allein um diesen Unterschied zu spüren, hat sich der Kauf gelohnt (wie war das “Frauen kaufen nicht ein, sondern rechtfertigen sich ;-) ).

Also, falls ihr einen Rechtferigungsgrund braucht ;-) ,
warum Lammfellsättel eine tolle Sache sind:
(und für mich als Notiz)

- Fürs Sitzgefühl..

  • schult die Balance
  • macht einem die Pferdebewegung noch deutlicher bewusst
  • lässt einen das Ergebnis der eigenen Hilfen spüren
  • schafft ein ganz neues Vertrauen zum Pferd und in den eigenen Sitz
  • hilft beim Überprüfen des eigenen Sitzes (Klammern und Verkrampfen katapultieren einen beim Reiten ohne Sattel direkt vom Pferderücken ;-) )

- Als Alternative..

  • zu dem sonstigen Reitprogramm (Abwechslung ist immer wichtig – für die Motivation und die Verbesserung)
  • falls grad kein Sattel verfügbar ist
  • zu herkömmlichen Sätteln (grade bei langer Sattelsuche bei schwierigen Pferderücken)

- Als Schutz..

  • für den empfindlichen Pferderücken
  • (ganz am Rande… vorm Runterfallen, denn es gibt einen fest angenähten Maria-Hilf-Riemen)

UND es macht einfach unheimlich viel Spaß mit Fellsattel zu reiten!

PS: Weil ich jetzt direkt zweimal gefragt wurde ;-) … ja, ich erwähne Christ ganz bewusst. Ich habe bereits von verschiedenen Anbietern von Lammfellartikeln gekauft und muss sagen, Christ hat meiner Meinung nach die beste Qualität. Das Fell fühlt sich toll an, da fusselt nix, die Wollhöhe(?) bleibt dauerhaft hoch (sitzt sich nicht so platt, wie bei anderen) und man braucht nur ein paar mal übers Fell streichen und schon ist es sauber. Ich kenn alte Lammfelle der Firma und die sind selbst nach Jahren (bei ordentlicher Pflege) noch schön. Ich stehe dazu, ich bin Christ-Fan.

Merry Christmas – Das Weihnachts-Pony tanzt

Posted By Annie on 24. Dezember 2014

Frohe Weihnachten euch und euren Ponys :-) !

Ich arbeite bereits mit Virgi an der Kür, damit wir nächstes Weihnachten ein eigenes Video präsentieren können ;-)

Die Konstante – Hippologica Berlin 2014

Posted By Annie on 29. November 2014

Wieso vergeht denn die Zeit immer so schnell?!
Die Hippologica steht wieder vor der Tür. Und dieses Jahr könnte es gefährlich für mich werden, da ich von einem Vielseitigkeitssattel auf einen Dressursattel umsteige. Was heißt das – neuer Sattelgurt, neue Schracken, neue Satteldecke… gute soviel Shopping-Gründe ;-) .
Auf die Fachvorträge und Vorstellungen freue ich mich natürlich auch – wie jedes Jahr eben.

11.-14. Dezember auf dem Messegelände Berlin

Hippologica Berlin - die Pferdesportmesse

Hippologica Berlin - die Pferdesportmesse

Die Messe wird tatsächlich leider jedes Jahr kleiner. Aber egal, Tradition ist Tradition und mit unseren kleinen Ritualen auch der Vorfreude auch immer ein Erlebnis :-)

Angeschwemmt – Holzskulpturen von James Doran Webb

Posted By Annie on 5. November 2014

Und noch einen Künstler, den ich euch vorstellen möchte: James Doran Webb.

Er bearbeitet gestrandetes Treibholz und gestaltet dabei wundervolle Skulturen. Unter anderem auch viele Pferde in den unterschiedlichsten Situationen und Bewegungen. Was ich besonders schön finde, ist, wie er die Skulpturen dann auch prsäentiert, nämlich am Strand, “wo sie herkommen.

Für eine Skultur braucht es 1.000 – 3.000 Arbeitsstunden. Unglaublich.

Holzskulptur eines Pferdes von James Doran Webb

Holzskulptur eines Pferdes von James Doran Webb

Bild: James Doran Webb

Auf ihn aufmerksam bin ich auf ihn durch diesen Blog geworden, wo auch noch einige andere sehr schöne Skulpturen gezeigt werden.

Auf seiner Homepage gibt es dann auch noch andere Tiere zu sehen: jamesdoranwebb.com

…Und ein bißchen fühle ich mich auch an die Figuren in “War Horse” erinnert :-) .