Pferde aus aller Welt – (fette) Pferde auf Usedom

Posted By Keks on 22. Mai 2013

Ich mag meine neue Rubrik “Pferde aus aller Welt” und deshalb schummel ich jetzt ein bißchen und veröffentliche das nächste Bild, was allerdings nicht ganz so aktuell ist…

(fette) Pferde auf Usedom

(fette) Pferde auf Usedom

Diese grazilen Pferde standen auf einer Koppel auf Usedom.

Wir hatten uns damals bei unserem Wanderritt richtig erschrocken, denn das Bild ist nicht unverteilhaft aufgenommen. Nein, die Pferde sind wirklich richtig fett gewesen. Eigentlich wollte ich sie zusammen mit einem Artikel über Verfettung bei Pferden veröffentlichen, aber nun haben sie ein schöneres Thema erwischt und zieren den Artikel über Urlaubserinnerungen.

Zitat – Elite-Ponys …nur nach Ponymaß

Posted By Keks on 12. Mai 2013

Grad gelesen und weil ich’s einfach zu schön finde, die Antwort auf eine klassische Feststellung über Ponys:

A: Alle Ponys sind Pferde, aber nicht alle Pferde sind Ponys.
B: Ponys sind halt ‘ne Eliteeinheit. Da kommt nicht jeder rein!
(reitforum.de)

Ab jetzt bitte immer “Special Agent Virginia” ;-)

Kleine Anmerkung:
Das Ponymaß geht bis 1,48m. Ein Pferd mit einer Widerristhöhe bis 1,48 wird also noch als Pony bezeichnet.
Ich schreibe das nur, weil alle immer ganz geschockt sind, wenn ich sage, dass ich ein Pony hab, weil sie sich dabei gleich Shettys vorstellen. Dabei gibt es doch nichts besseres als Ponys! ;-)

Gastritt – Mein Pferd mit seinen Fremdreitern

Posted By Keks on 7. Mai 2013

Am Wochenende hatten wir (bloggenden) Besuch und es gibt einen Artikel mit Virgi als Hauptdarsteller. Es freut mich natürlich sehr zu hören, dass es unseren Gästen gefallen hat.

Und ich bin wiedermal stolz auf mein Pony. Sie wird eigentlich ausschließlich von mir geritten und nur sehr selten mal von meiner Schwester und meiner Trainerin. Bei der für sie völlig neuen Reiterin hat sie sich aber trotzdem bemüht, alles zu verstehen und nach der Kennenlernphase sind die beiden auch fröhlich über die Felder galoppiert. Ich freu mich, dass Virgi zwar sehr sensibel, aber trotzdem so umgänglich ist. Und auch bei der Autorin des Artikels, die (noch) nicht ganz so routiniert ist ;-) , war sie brav.

Ich glaub Virgi mag Gäste. Denn es gab viele Leckerlies und nicht mehr so strenge Regeln bzgl. Gras-Fressen beim Ausritt ;-) .

Wenn einer eine Reise tut – Ortlieb, mein favorisierter Hersteller für Wanderreitequipment

Posted By Keks on 2. Mai 2013

Da es nun wieder in die heiße Phase der Vorbereitungen für unseren nächsten Wanderritt geht, beschäftige ich mich grad wieder viel mit dem Equipement…

…doch erstmal muss ich gestehen, dass der Ritt zugegebenermaßen eigentlich auch nicht als Wanderritt bezeichnet werden kann (im Vergleich zu unserem ersten), da er relativ kurz sein wird. Wir werden an einem Freitag losreiten und kommen auch schon am gleichen Tag am Ziel an. Dort werden wir dann den Samstag bleiben und am Sonntag wieder zurückreiten. Der Reiz liegt diesmal darin, dass wir eine große Gruppe sind und von Freitag bis Sonntag zwei Geburtstage und einen Hochzeitstag feiern werden. Wir sind 10 Reiter-Pferd-Paare und am Ziel kommen dann noch min. 10 Leute dazu. Wir brauchen also eine große Wiese, wo wir mit unseren Pferden campieren können. Einzige Bedingung: Wasser und Unterstellmöglichkeiten (dichte Bäume tuns auch) für die Pferde und vllt noch eine Toilette in der Nähe für uns, denn Zelte haben wir dabei.

Wer also eine schöne Wiese oder einen schönen Hof ca. 15 km östlich vom Berliner Stadtrand kennt, auf dem an einem Wochenende eine sehr sympathische Scharr von Pferdemenschen willkommen sind, der darf mir gern Bescheid sagen :-) . Ein paar Taler zahlen wir für die Gastfreundschaft natürlich auch.

meine Ortlieb Faltschüssel vom Wanderritt

meine Ortlieb Faltschüssel vom Wanderritt

So, nun zu meiner Equipementplanung. Da wir diesmal ja nur kurz unterwegs sind und Trossfahrer haben, werde ich meine Packtaschen nicht voll beladen müssen. Damit das Wanderreitfeeling aber auch aufkommt, nehmen wir schon Proviant, Regensachen, Fotoapperat und Co mit. Außerdem hat die Erfahrung des letzten Ritts gezeigt, dass man wirklich auf alles vorbereitet sein sollte. Ein wichtiger Punkt, genug Wasser für die Pferde. Ich hab mir deshalb ein Faltschüssel von Ortlieb besorgt. Die kann man extrem klein falten (Überraschung bei dem Namen ;-) ) und in die Packtasche stopfen, in der ich dann ja ausnahmsweise auch etwas mehr Platz haben werde. Das Wasser muss man sich natürlich auf dem Weg organisieren.
Ich bin echt begeistert von den Produkten dieser Marke. Eine Freundin (mit Wanderreiterfahrung) hatte sie vor 3 Jahren das erste mal erwähnt, davor hab ich sie noch nie gehört und ich hätte nicht gedacht, dass sie sich so bewähren würde. Bisher sind wie gesagt die Packtaschen, Faltschüssel und Kartentasche in meiner Sammlung. Für die Faltschüssel hatte ich mich übrigens entschieden, weil man eben nicht immer das Glück hat regelmäßig an Gehöften oder Seen mit Zugang zum Wasser entlang zu reiten. Mit der Schüssel ist man da flexibler und kann auch mal selbst runter zu einem Fluss klettern oder sich an den Tränken auf Weiden etwas Wasser besorgen, auch wenn die Pferde wegen Zäunen und anderen Hindernissen da eben nicht rankommen. Wer schon mal einen Hitzschlag beim Pferd gesehen hat, wird wissen, warum ich mir um diesen Punkt viele Gedanken mache. Jetzt muss sich Virgi nur noch an die Faltschüssel gewöhnen. Die ersten Male hat sie noch ziemlich skeptisch reingeguckt, aber vllt hat da auch der Durst gefehlt.

Ihr werdet also in nächster Zeit wieder mehr über unsere Wanderreitpläne lesen. Und irgendwann habe ich auf reingeritten dann auch mal alle wichtigen Punkte zusammengesammelt :-) .

Alles nur Spuk – Desensibilisierung von Pferden im Alltag

Posted By Keks on 26. April 2013

Langsam hat sich Virgi wieder eingekriegt und ist nicht mehr wegen jeder Kleinigkeit schreckhaft. Tatsächlich glaube ich, dass es ein Mix aus meiner kurzzeitigen Inkonsequenz und dem Frühling war, da sich ihre Schreckhaftigkeit jetzt wieder sehr schnell gelegt hat.

Ich halte allgemein sehr viel von Desensibilisierung von Pferden. Bei meinen Reitbeteiligungen habe ich immer extra Bodenarbeitseinheiten eingebaut und sie mit Plastikplanen, Bällen und Co konfrontiert. Bei Virgi bin ich das von Anfang an etwas anders angegangen.

Seit ich sie gekauft habe, versuche ich das Desensibilisieren in unseren Alltag mit einzubauen. Denn ich möchte, dass sie nicht nur auf konstruierte Situationen auf dem heimischen Platz gelassen bleibt, sondern auch im Gelände und in unbekannten Situationen. Das hat uns zum Beispiel bei unserem ersten Wanderritt sehr geholfen. Meistens sind es auch nur kurze Momente oder nur wenige Minuten, in denen sie sich mit den Neuen/Gruseligen Dingen auseinandersetzt, und trotzdem oder grade deswegen scheinen sie einen großen Einfluss auf ihre Sicherheit und Charakterfestigkeit zu haben. Ich bin ein Verfechter davon, „Gespenstern“ nicht aus dem Weg zu gehen. Die Pferde sollten sich meiner Meinung nach immer mit den ihnen angsteinflößenden Sachen auseinander setzen dürfen/müssen, damit sie gar nicht erst lernen, immer den großen Bogen drumherum zu nehmen. Wenn Ausweichen nämlich mal nicht möglich ist, kann das brenzlig werden und Coolness-fördernd ist es ja auch nicht.

Ich liste mal ein paar Beispiele auf, was ich so unter Desensibilisierung verstehe. Vielleicht inspirieren sie den einen oder anderen ja, selbst sensibel auf kleine Momente im Alltag zu sein, in denen man sein Pferd „abhärten“ kann. Am wichtigsten war immer, dass ich dabei völlig gelassen blieb (und auch wenn das eigentlich nicht der Fall war, immer tief durchatmen, damit das Pferd sowenig wie möglich von der eigenen Aufregung mitbekommt):

- Schneemann: Ein Schneemann auf dem Feld war unglaublich angsteinflößend, also hab ich Virgi an der Hand draufzutraben lassen (zwar nicht ganz bis ran, aber wenigstens mit Schwung) und sie durfte die Leckerlies vom Schneemannkopf runterfressen

- Silageballen: Wie bei Schneemann, gab es Leckerlies auf dem Silageballen und wir sind mit viel Belohnung im Slalom um einige rum

- Plastiktüte: Wir liefen eine Straße entlang und uns wirbelte eine große Plastiktüten im Wind entgegen. Virginia war relativ aufgeregt deswegen. Beim Laufen bin ich dann einfach auf die Plastiktüte raufgetreten, hab sie aufgehoben und sie plusternderweise mitgenommen. Anfangs war das Rascheln noch merkwürdig für Virgi, aber da die Tüte nun Teil unserer Crew war, war das auch schnell vergessen und langweilig

- Gymnastikball: Der Ball war eigentlich für Pferdefußball gedacht, wurde dann aber einfach auf die Koppel geschmissen und die Pferde haben mit gespielt bzw. ihn dann irgendwann ignoriert

- Spähnplane: Wenn ich den Unterstand in unserem Offenstall im Winter mit Spähnen einstreue, rufe ich Virginia danach noch mal rein und breite die Plane über ihr aus bzw. lasse sie drüber laufen. Das wird immer mit Leckerlies belohnt, so dass Virgi Planen mittlerweile sehr appetitanregend findet ;-)

- Besen: ich fege sowohl im Offenstall als auch auf dem Putzplatz mit möglichst viel Selbstverständnis unter und um mein Pferd herum

- Teppich: Leider werfen viele Leute in unserer Gegend ihren Müll in den Wald . Trotz anfangs großer Skepsis muss mein Pferd über sowas drüber laufen. Mittlerweile ist ihr ziemlich egal, ob sie den Fetzen vorher schonmal gesehen hat oder nicht, sie trabt locker drüberweg (natürlich schaue ich, dass nichts drunterliegen kann oder Löcher darunter sind – was geht, weil ich die Wege kenne oder eben im Zweifel im Schritt rangehe)

- Schwäne: Ganz gefährliche Biester ;-) und Virgi wollte immer die Flucht antreten. Ich hab sie dann „gezwungen“ dort zu grasen. Der garstige Schwan hat auch gefaucht wie verrückt und wollte uns von seinem Ufer vertreiben, aber praktischweise hat Virgi aus Irritation angefangen zu prusten und der Schwan hat das wohl als Fauchen interpretiert und sich verzogen. War ein schönes Learning für’s Pferd, weil sie trotz Angst das Monster in die Flucht schlagen konnte (da war mir aber auch etwas mulmig, zur Not hätte ich den Schwan mit dem Führstrick vertrieben)

- Wind/Sturm: Kann ja sehr gruselig für Pferde sein. Einige unserer Ausritte waren bei ordentlich Sturm. Unter Bäumen durchzureiten, habe ich vermieden, also haben wir die Runde um die Felder gedreht. Das war super, weil sich Virginia wirklich irgendwann dran gewöhnt hat und mittlerweile kann ich mit ihr bei Wind und Wetter raus ohne dass sie sich aufregt (das ist sehr angenehm, weil es bei meinen Reitbeteiligungen oft ein Drama war, wenn mal ein Lüftchen wehte… sowas wollte ich bei meiner nicht)

Als nächstes muss ich sie noch für zuschlagende Autotüren desensibilisieren. Einige von unseren Leuten auf dem Hof haben ein Auto, die müssen dann mal herhalten, damit sie mein Pferd auch da nicht mehr zuckt…